Trainingsplanung

Kampfsportler wissen, dass eine ausgewogenen Trainingsplanung von größter Wichtigkeit ist, um beim Kampfsport gesteckte Ziele zu erreichen. Höhere Ausdauer, Muskelaufbau sowohl als auch eine gesteigerte Leistung sind die Ziele eines Trainings, dass den Sportler auf Wettbewerbe vorbereitet und seinen körperlichen Zustand entsprechend verbessert. Dieser Ausdauersport fordert viel von dem einzelnen Sportler und ein Trainingsplan, der genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist, kann im Kampfsport für stetige Verbesserung der eigenen Leistungen sorgen.

Grundelement beim Erstellen einer Trainingsplanung für den Kampfsport sollte die individuelle Leistungsfähigkeit des Sportlers sein. Beim Training muss der Sportler immer wieder genau bis an diese Leistungsgrenze heran gefordert werden, um sich verbessern zu können. Gleichzeitig muss die Trainingsplanung im Kampfsport vielseitig ausgelegt werden. So ist beispielsweise das Trainieren einzelner Muskelgruppen zwar von Wichtigkeit, erhöht aber nicht unbedingt die gesamte Kraftfähigkeit. So ist zwar ein gut entwickelter Bizeps zum Punch beim Boxen relevant. Doch ist bei einer solchen Bewegung der Muskelapparat des ganzen Körpers beteiligt. Derhalb orientiert sich die Trainingsplanung im Kampfsport immer wieder am Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen, die durch kampfsportspezifische Übungen gefördert werden.

Die richtige Belastung muss bei der Trainingsplanung bei Anfängern, sowohl als auch bei fortgeschrittenen Sportlern berücksichtigt werden. Ein zu anspruchsloses Training kann zwar schnell absolviert werden, trägt aber nur wenig dazu bei, das Potential des Einzelnen beim Kampfsport weiter zu entwickeln. Muskeln werden nicht aufgebaut und auch die Leistungsfähigkeit bleibt auf einem Plateau stehen. Aber auch das komplette Auspowern durch eine zu hohe Belastung ist nicht wünschenswert. Dies kann zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen. Bei einer solchen Überbelastung werden auch viel häufiger Sportunfälle verzeichnet, die oft zu langen Trainingspausen führen können. Deshalb sollte jeder Trainingsplan ganz individuell verfasst werden und in jedem Falle auf soliden Kenntnissen über den Fitnesszustand des Sportlers basieren.

Die beste Möglichkeit, um diesen Fitnesszustand festzustellen, bietet heute die Leistungsdiagnostik. Dieses Verfahren, dass vor Jahren speziell für Hochleistungssportler im Kampfsport entwickelt wurde, ist heute jedermann zugänglich. Im Fitness Studio oder beim Trainer kann man sich darüber informieren, wo man eine Leistungsdiagnostik vornehmen lassen kann. Hier werden im Rahmen von bestimmten Tests die Ausdauerfähigkeit und die Leistungsgrenze der Testperson bestimmt.

Dazu können verschiedene Methoden eingesetzt werden. Heute wird häufig der Laktatest ausgeführt. Dabei wird die Testperson einer Belastung ausgesetzt, die für dem Kampfsport spezifisch ist. Die Belastung wird während des Testprotokolls in Stufen erhöht. Nach jeder Belastungstufe entnimmt man der Testperson ein Tröpfchen Blut, das nun auf seinen Laktatgehalt untersucht wird. Wenn ein extrem starker Anstieg im Laktatwert verzeichnet wird, weiß man, dass die Leistungsgrenze erreicht ist. Beim Test spricht man bei diesem Punkt auch von der anaeroben Schwelle.

Das Testergebnis gibt eine wertvolle Hilfestellung bei der Erstellung der Trainingsplanung. Nun weiß man genau, welche Belastung der Sportler erhalten muss, um sich an die Leistungsgrenze heranzuarbeiten. Wird der Sportler nun regelmäßig bis an diese Grenze gefordert, wird er seine Leistungsfähigkeit schnell verbessern können. Darum ist es auch sinnvoll, die Leistungsdiagnostik wenigstens zweimal im Jahr zu wiederholen. Auf diese Weise kann man feststellen, wie erfolgreich das Kampfsport Training war und einen neuen, aktualisierten Trainingsplan entwerfen.